Samstag, 22. September 2012

Aber über was?!?

Monatelange Krankheit meiner Tochter? Puh, ich bin froh, dass wir es hinter uns haben und klopfe dreimal auf Holz, dass sie nicht wieder durchbricht.

Mein Job? Kompliziert….demnächst treffe ich meinen Arbeitgeber vor Gericht.

Alltag? Der tröpfelt…

Ha…NACHBARN, ein schier unerlöschlicher Quell und teilweise echt erheiternd. Ich blogg gleich fassungslos los…

Ich sollte mal wieder….

so ein bissel bloggen, damit das Baby nicht ganz in der Versenkung verschwindet….

Samstag, 30. Juni 2012

Bocklos bloglos?

Nicht wirklich. Eher zeitlos, blogunmotiviert und sorgenvoll. In den letzten Wochen konfrontiert mit vielen, teils lebensbedrohlich erkrankten Kindern auf der Kinderkrebsstation und deren Schicksalen. Mit Eltern, die nicht wissen, wie es weiter geht und die nur hoffen können. Mit Kindern, die trotz ihrer schweren Erkrankung lebensfroh sind und viel lachen. Mist, wenn das Bein ab ist, aber das Leben geht trotzdem weiter. Ob ich nun 26 Jahre oder länger auf einen passenden Spender warte….hier wird mir geholfen und ich bekomme mein Blut. Auch wenn ich schon über ein halbes Jahr hier bin…irgendwann werde ich entlassen. Kinder, die mit medizinischen Fachbegriffen nur so um sich schmeißen und die teilweise monatelang keine Frischluftzufuhr hatten (Baustelle vorm Haus, deswegen war es verboten die Fenster zu öffnen).

Mal ehrlich…wenn man nicht selbst betroffen ist und gesunde Kinder hat, schiebt man das Thema locker von sich weg. Okay, wir waren vielleicht schon ein wenig vorbelastet weil der Bruder (väterlichseits) von Tabea einen Hirntumor hat, trotzdem war es für uns ein ein Schock, dass sie nun ausgerechnet auf die Onkologie kam. Für ihren Vater noch viel mehr.

In der Raucherecke oder im Gemeinschaftsbereich dann jeweils die ersten Annäherungen…welche Form hat ihr Kind? In den ersten Wochen haben wir dann auch gar nicht “dazugehört”, unser Kind hat “nur” eine Entzündung im Knochenmark die auch das Gehirn mitbetroffen hat und die lediglich intravenös mit Antibiotika behandelt werden muss, ansonsten ist sie topp fit. Ich verstehe es…. Die Kids haben es dann geregelt. Tabea ist ganz stolz jetzt nicht nur einen Bruder mit Glatze zu haben, sondern auch zwei Freundinnen…und wir sind einfach nur froh, sie nach Wochen, wieder zu Hause zu haben, auch wenn es evtl. nur ein Zwischenstopp ist, denn die Antibiotika haben nicht wirklich angeschlagen und nur die Entzündung am Gehirn ist rückläufig, der Rest ist wie gehabt und wird operativ entfernt werden müssen. Der Folgetermin steht schon fest. Also evtl. weiterhin bocklos bloglos……

Donnerstag, 3. Mai 2012

Hilflosigkeit macht sich breit….

dabei sollte ich, nach Aussage unseres Hausarztes, allen Grund haben mich zu freuen. Wer bekommt schon einen Termin beim Neurologen zum MRT innerhalb von sechs Tagen? Da kann man fast schon stolz drauf sein!

Klar, ich bin irre stolz darauf mein arg kopfwehgeplagtes Tabeakind bis dahin weiterhin mit diversen Schmerzmitteln vollzupumpen, die mittlerweile auch ihre Wirkung verlieren. Vier verschiedene Doktoren innerhalb einer Woche für eine Krankheit sind unser bisheriger Rekord, wobei der Zahn- und Augenarzt nur zwecks Ausschlußverfahren konsultiert wurden. Seit Sonntag bis einschließlich Samstag sechs Arztbesuche und wenn Dienstag kein Feiertag gewesen wäre, hätten wir den terminlich sicher auch noch mitgenommen.

Klar bestände auch die Möglichkeit über eine Krankenhauseinweisung oder Notaufnahme schneller diagnostizieren zu können was ihr fehlt, allerdings hat mir die Sekretärin des Professors im zuständigen Kinderkrankenhaus heute telefonisch die Hoffnung darauf genommen. Die Geräte wären komplett ausgebucht bis zum Wochenende und sie könne nicht garantieren, dass sie dort nicht auch nur ruhig gestellt werden würde bis Montag. Super….da hehalte ich sie doch lieber daheim.

Irgendwo hakt es da doch gewaltig im System.

Sonntag, 8. April 2012

Ostern sinnvoll nutzen….

IMG_5640Den ganzen Tag naschen, schlemmen und es sich gut gehen lassen? Nette Idee…aber Ostern hat ja auch was mit Suchen zu tun und das wird bei uns gerade kräftig mit Hilfe von Müllsäcken praktiziert.

Beim Verstecken der Osternester im Kinderzimmer ist mir doch glatt mal wieder aufgefallen, dass mir der Gesamteindruck so absolut nicht gefällt. Also muß mütterlicherseits nachgeholfen werden. Ich könnte den Tag natürlich nutzen und selbst ordentlich durchwirbeln, aber dafür bin ich leider viiiiel zu faul. An Ideen hatte ich aber noch nie Mangel und habe mal für einen Motivationsschub bei den Kids gesorgt.

Ansage: Zweimal Fünfeuroscheine sind österlich dekoriert versteckt, wer sie findet darf sie behalten. Einzige Bedingung dabei ist nebenher auszusortieren und aufzuräumen. Bis heute Abend ist Zeit.

Okay, sie kommen jetzt zwar alle paar Minuten um einen Tipp betteln, ansonsten geht es aber echt enthusiastisch voran. Sie haben sich auch noch nie vorher darum gestritten wer was aufräumt. Für Alle eine ganz neue Erfahrung…

Natürlich war ich nicht so doof wirklich das Geld zu verstecken. Nachher finden sie das noch bevor das Zimmer wieder in Ordnung ist. Während sie aufräumen denke ich mir ganz entspannt ein gutes Versteck aus und kurz vor Schluss werden sie ihre “Belohnung” dann auch finden.

Liebe Kiddies, weiterhin frohes Suchen, ich freu mich später übers Resultat.

Sonntag, 12. Februar 2012

Wuah, meine Ohren…

Ich sollte echt mal wieder bloggen, aber ob ausgerechnet das Kids inn der richtige Ort ist? 3000 m² voller ohrenbetäubenden Lärmes. Hauptsache die Kinder haben ihren Spaß.

Kinder? Wie, wo? Ewig nicht gesehen….Ab und an kommen drei verschwitzte Wesen mal gucken ob wir noch da sind, nehmen ein Schlückchen und sind dann auch wieder im Nirwana des Gekreisches verschwunden.

Wir Großen müssen uns derweil alleine beschäftigen. Der Liebste liest Zeitung und ist blickmäßig ständig auf der Suche Ich habe mir, neben einem Fläschchen Prosecco, Zerstreuung in Form von einem Buch und dem Netbook mitgenommen. Die Holzbänke sind rückenkillend, normale Gespräche nicht möglich aber sonst ist alles gut!

Freitag, 30. Dezember 2011

Begraben unter Gänseblümchen

gänselblümchenbereitgestellt vom Unsichtbar Verlag  über blogg dein buch

bestellbar HIER

Autorin: Mirjam Dreer

★★★ (von 5)

 

Richtig Mirjam, nett ist die kleine Schwester von Scheiße und ich fand das Buch nicht unbedingt nett!

Ich stehe generell nicht so auf Liebesromane die im Hollywood oder Rosamunde Pilcher-Style vor dem Traualtar oder mindestens mit einem fetten Happy End enden. Das Leben ist meist anders und genau deswegen habe ich mich für dieses Buch beworben.

Enttäuscht war ich nicht. Ich habe es im Büro, in Zeiten in denen nicht viel los war, gelesen. Der Vorteil an in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten, von denen es in diesem Buch 15 gibt, jede mit einem Songtitel als Überschrift. Es liest sich flüssig, es gibt kaum Worte die zu viel sind und es ist überhaupt nicht langweilig. Grundvoraussetzung für ein gutes Buch. Verstörend und teilweise geschmacklos habe ich Track 6 Aphex Twin – Come to Daddy gefunden. Zu einem weil es aus Männersicht geschrieben wurde und zum anderen weil es irgendwie aus dem Kontext gerissen scheint. So als, “Jetzt ist es nun Mal geschrieben, da quetschen wir es eben mal mittendrin rein, wird schon niemand merken.” Irgendwie seltsam. Nebenbei beim Lesen ist mir noch bewusst geworden, dass ich scheinbar nicht viel verpasst habe im Leben. Unerwiderte Liebe zum Beispiel, Sex oder Erniedrigung nur um einen Mann zu halten…etc. Ich bin beruhigt und würde das Buch doch keiner Freundin oder Frau mit Liebeskummer schenken. Wo wir bei der Zielgruppe sind und ich die Moralkeule hervorhole. Ich habe dieses Buch als das gelesen was es ist, aber wird es auch jemand tun, der in der Vergangenheit vielleicht vergewaltigt wurde? Möchte so eine Frau wirklich in die Gedankengänge eines Mannes Einsicht haben? Ich hätte gerne fünf Sterne vergeben, habe aber aus diesem Grund zwei davon abgezogen. Ansonsten ist das Buch nämlich sehr stimmig.

Wie auch immer, bewegt hat mich am meisten Track 15 Eels – Daisies of the galaxy. Nicht weil ich es als letztes gelesen habe und es mir deswegen in Erinnerung ist, sondern wegen der Geschichte an sich. SO spielt das Leben und damit bin ich auch schon beim Fazit: Liebe ist nicht immer rosarote Wolken, plüschig, schön oder absolut toll. Liebe ist auch Leben, Gier, Verlangen, Enttäuschung und Schmerz. Dieses hat die Autorin sehr gut rüber gebracht und ich empfinde das Buch weder als Anti-noch als Pro-Buch für die Liebe.